Sportmentorenausbildung 2015

Zwei Schülerinnen und 2 Schüler unserer Pestalozzi – Schule haben erfolgreich die Sportmentorenausbildung abgelegt: Marco Li Crasti, Nils Mihatsch, Antonia Schwarz und Janira Erba.

Wir gratulieren Euch ganz herzlich und freuen uns für Euch!!!

Hierzu ein Artikel der Oberbadischen Zeitung:

Bericht aus der Oberbadischen Zeitung 17.6.2015 31

Schüler aus dem Landkreis nehmen noch bis heute an einer dreitägigen Schülermentorenausbildung in der Wintersbuckhalle teil. Auf dem Programm des schulübergreifenden Projektes für Siebtklässler, stand am Mittwoch Badminton mit Nicole Grether. Mit der zweifachen Olympiateilnehmerin und mehrfachen deutschen Meisterin aus Schopfheim konnte eine prominente Sportlerin für das Schülermentorenprogramm gewonnen werden.

Das primäre Ziel der Ausbildung ist es, die Schüler zu befähigen, mit der Unterstützung einer verantwortlichen Lehrkraft, eine Gruppe im sportlichen Kontext zu führen und zu betreuen. Dabei sollen die Teilnehmer unter anderem lernen, den Schul- oder Vereinssport zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. „Auf dem Programm der Ausbildung stehen die verschiedensten Sportarten wie Fußball, Badminton, Tischtennis und Streetsurfing“, erzählt Ferdinand Schifferdecker, Lehrer des Schulzentrums Efringen-Kirchen, der zusammen mit Christian Fulde, Lehrer der Pestalozzischule Lörrach, den dreitägigen Kurs leitet. Sicherheit im Sportunterricht Doch nicht nur die Vermittlung von sportlichen Kompetenzen steht auf dem Programm der Schulsportmentorenausbildung: „Wichtig ist es, den Schülern beizubringen, wie sie für Sicherheit im Sportunterricht sorgen können.

Dies fängt an mit der Vermittlung der richtigen Dehn- und Aufwärmübungen und endet mit dem Wissen darüber, wie sich die Schulmentoren bei einem Sportunfall richtig verhalten sollten“, schildert Schiffdecker. Christian Fulde betont die Stärkung der sozialen Kompetenzen der Schüler, die mit der Teilnahme am dreitägigen Programm einhergehen: „Durch das Schülermentorenprogramm werden sie bestärkt, für ihre Mitschüler Verantwortung zu übernehmen. Des Weiteren lernen sie selbstständig und kreativ im Rahmen sportlicher Veranstaltungen tätig zu sein“. So verrät Teilnehmer Marco, dass er den Lehrern gerne helfen würde, die Bundesjugendspiele zu organisieren. Alinda aus Lörrach meint: „Ich möchte durch das Programm lernen, jüngeren Kindern etwas beizubringen“, und Janik aus Efringen-Kirchen erzählt: „Als Schulmentor will ich die Leitung des Sportunterrichtes übernehmen, wenn der Lehrer mal kurz weg ist“.

Der Höhepunkt für die angehenden Schülermentoren war der Besuch von Nicole Grether. Im Rahmen ihrer „S’Cool Mission“-Tour besucht sie derzeit Schulen und versucht dabei den Schülern den Badmintonsport näher zu bringen. „Ziel dabei ist es, die Kinder zu mehr Sport und Bewegung zu animieren. Badminton ist hierbei mit seiner Vielseitigkeit und seinen schnellen Abläufen besonders geeignet“, sagte Grether. Theorie und Praxis Nachdem die Olympionikin den Schülern zunächst zu ihrer Person und dem Thema Badminton Rede und Antwort stand, ging es anschließend auch praktisch mit viel Einsatz und Elan zur Sache. Die Schüler ließen dabei erkennen, dass ihnen das Badmintonspielen sichtbar viel Freude bereitete.

Bericht aus der Badischen Zeitung vom 02.07.2015

LÖRRACH (BZ)

Schulsportmentoren sollen sich in Schul- und Vereinssport einbringen, indem sie bei der Organisation helfen, als Ansprechpartner dienen und Verantwortung übernehmen. Wie das geht, lernten in der Wintersbuckhalle 31 Teilnehmer bei der Schulsportmentorenausbildung. Vom Morgen bis zum Nachmittag lief das dreitägige Programm für die angehenden Mentoren zwischen 11 und 16 Jahren. Dabei wechselten sich Theorie und Praxis ab. “Ich habe mich angemeldet, weil es auf meiner Schule kaum AG gibt. Ich will durch das Mentorenprogramm etwas daran ändern”, erzählt der sechzehnjährige Jannick, der die Schillerschule besucht.

Alle Förderschulen, Hauptschulen, Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulen im Umkreis konnten Schülern erlauben, sich fürs Programm zu bewerben. Um später im Sport mitwirken zu können, werden ihnen während der Ausbildung die nötigen Kompetenzen mitgegeben. Der Sportlehrer der Pestalozzi-Schule, Christian Fulde, und Ferdinand Schifferdecker betreuten sie dabei.

Neben Sporttheorie wie Ernährung und Erster Hilfe wurde Teamarbeit großgeschrieben. “Teamtraining” hieß der Programmpunkt, bei dem die Schüler in Teams eingeteilt wurden und gemeinsam praktische Probleme lösten.

Natürlich kam dabei auch das Ausüben des Sports nicht zu kurz. Badminton, Zumba, “Streetsurfing” auf Waveboards – die Liste ist lang. “Mir haben Badminton und Waveboardfahren am meisten Spaß gemacht”, erzählt der dreizehnjährige Nick. Ebenfalls zum Programm zählten Besuche von Profis. Der Fußballtrainer Jan Hebding zeigte den Schülern einige Trainingsmethoden, Simone Eise sprach über Ernährung und ihre Tischtenniskarriere und die 27-fache deutsche Meisterin im Badminton, Nicole Grether, erzählte unter anderem über Motivation im Sport und Leben.

Den Schülern gefielen diese Einblicke in den Profisport, allerdings gab es auch einen Kritikpunkt: “Dass die Badmintonspielerin hier war, fand ich toll, aber sie hat sehr lange geredet. Ich dachte teilweise: Wann fangen wir endlich an?!” erzählt die 14-jährige Luciana.

Auffällig ist die Begeisterung der Schüler vom Sportprogramm. “Die meisten Kinder spielen während der Pause einfach weiter”, bemerkt Ferdinand Schifferdecker, “Man merkt ja, dass in Deutschland immer mehr Kinder dick sind. Das Programm soll dagegen stehen, indem es soziale Kompetenzen mit Sport verbindet”.Die 31 Schüler erwartet zum Ende der Ausbildung ein T-Shirt und eine Urkunde, die als Zertifikat dient.